Gemeinde Hiddenhausen - - Altersversorgung

Wohnen_Kinder
 > Hiddenhausen > Wohnen > Rund ums Kind > Mutterschutz > - Altersversorgung

Rund um´s Kind in Hiddenhausen

Auswirkungen auf die Rente / Altersversorgung

Rente Kindererziehungszeiten

Personen, die Kinder erzogen haben, können bei der Rente Kindererziehungszeiten geltend machen. Kindererziehungszeiten sind Versicherungspflichtzeiten, für die Pflichtbeiträge als gezahlt gelten.

Wer hat Anspruch?

Kindererziehungszeiten können Mütter und Väter für ihre leiblichen Kinder oder Adoptivkinder beanspruchen (Stief- und Pflegeeltern nur in Ausnahmefällen).
Für die Anrechnung ist es erforderlich, dass die Eltern ihr Kind im Inland erziehen. Erziehungszeiten im Ausland können in Ausnahmefällen angerechnet werden.
Eltern, die anders rentenversichert sind (z. B. Beamte und Beamtinnen), erhalten keine Kindererziehungszeiten nach den Vorschriften der gesetzlichen Rentenversicherung.

Umfang der Kindererziehungszeit

Bei den bis zum 31.12.1991 geborenen Kindern werden pro Kind maximal 12 Kalendermonate angerechnet; das gilt auch bei gleichzeitiger Erziehung mehrerer Kinder.
Bei Kindern, die ab 01.01.1992 geboren sind, umfasst die anrechenbare Kindererziehungszeit die ersten drei Lebensjahre des Kindes. Die Kindererziehungszeit beginnt nach Ablauf des Monats der Geburt und endet nach 36 Kalendermonaten. Bei gleichzeitiger Erziehung von mehreren Kindern werden Verlängerungszeiten angerechnet.

Beispiele:

  • Geburt eines Kindes am 24.04.1992
    Die Kindererziehungszeit beginnt am 01.05.1992 und endet am 30.04.1995.
  • Geburt von Zwillingen am 01.04.1992
    Die am 01.05.1992 beginnende Kindererziehungszeit wird um die Kalendermonate der gleichzeitigen Erziehung, also um 36 Monate, verlängert und endet somit erst am 30.04.1998.

 

Aufteilung der Kindererziehungszeit

Kindererziehungszeiten, die ab 01.01.1992 zurückgelegt werden, können gemeinsam erziehende Eltern unter sich aufteilen! Diese Aufteilung kann sogar wechseln. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Elternteil das Kind überwiegend erzogen hat. Notwendig ist in diesem Fall, dass Sie über die dem jeweiligen Elternteil zuzuordnende Elternzeit eine übereinstimmende Erklärung abgeben müssen. Diese Erklärung ist in der Regel dem zuständigen Rentenversicherungsträger gegenüber abzugeben.
Sie müssen beachten, dass die übereinstimmende Erklärung nur für zukünftige Kalendermonate gilt und eine Rückwirkung allenfalls für zwei Monate möglich ist.

Rentenhöhe

Die Kindererziehungszeiten werden ab 1. Juli 2000 pro Jahr mit 100% des Durchschnittsverdienstes angerechnet. Vor dem 1. Juli 2000 werden Kindererziehungszeiten wie folgt bewertet:

  • bis zum 30. Juni 1998 mit 75%
  • vom 1. Juli 1998 bis zum 30. Juni 1999 mit 85% und
  • vom 1. Juli 1999 bis zum 30. Juni 2000 mit 90%
    des Durchschnittseinkommens.

Die monatliche Rentensteigerung für ein volles Erziehungsjahr beträgt 26,13 € (Stand 2004).
Sind Sie während des Erziehungsurlaubes beitragspflichtig beschäftigt, erhalten Sie zusätzlich zu Ihren Beitragszeiten den pauschalierten Rentenanspruch für Kindererziehungszeiten.

Berücksichtigungszeiten

Die Berücksichtigungszeit wird nicht als Pflichtbeitragszeit bewertet, aber bei der Erreichung von Versicherungszeiten mitgezählt, so z. B. bei der Wartezeit von 35 Jahren für vorzeitige Altersrente und der Sicherung des Anspruchs auf Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsrente währen dieser Zeiten. Zusätzlich wirkt sich die Berücksichtigungszeit in der Regel positiv bei der Rente nach Mindesteinkommen aus.

Wer hat Anspruch?

Anspruchsberechtigt ist der gleiche Personenkreis wie bei den Kindererziehungszeiten genannt.
Berücksichtigungszeiten werden einem Elternteil für die Erziehung eines Kindes bis zu dessen 10. Lebensjahr angerechnet. Die Berücksichtigungszeit beginnt bereits mit dem Tag der Geburt und endet mit der Vollendung des 10. Lebensjahres.
Für jedes Kind ist eine Berücksichtigungszeit von 10 Jahren anzusetzen. Überschneiden sich Berücksichtigungszeiten, wird der Anspruchszeitraum nicht verlängert.
Berücksichtigungszeiten können sich Eltern eines Kindes bei gemeinsamer Erziehung aufteilen. In diesem Fall muss beim jeweiligen Rentenversicherungsträger eine übereinstimmende Erklärung über die Zuordnung von Zeiten zum anderen Elternteil abgegeben werden.


Beamtinnen- und Beamtenversorgung

Für Beamtinnen und Beamte wird nach § 1 Kindererziehungszuschlagsgesetz für Zeiten einer Elternzeit und für Kindererziehungszeiten während einer Freistellung aus arbeitsmarktpolitischen oder familiären Gründen zum Ruhegehalt ein Kindererziehungszuschlag gezahlt.
Diese Regelung erfasst die in ein Beamtenverhältnis fallenden Erziehungszeiten für nach dem 31.12.1991 geborene Kinder. Diese Erziehungszeiten sind nicht ruhegehaltsfähig und demzufolge auch nicht bei der Wartezeit des § 4 Abs. 1 Beamtenversorgungsgesetz zu berücksichtigen.
Die in ein Beamtenverhältnis fallenden Erziehungszeiten für vor dem 01.01.1992 geborene Kinder werden in bisherigem Umfang als ruhegehaltsfähige Dienstzeit berücksichtigt.
Die Höhe des Kindererziehungszuschlags richtet sich nach dem aktuellen Rentenwert für Erziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Berechnung werden Erziehungszeiten bis zum Kindesalter von drei Jahren zugrunde gelegt. Unberücksichtigt bleiben Zeiten, in denen ein anderer Elternteil wegen der Erziehung des Kindes rentenversicherungspflichtig war.
Der Zuschlag für Erziehungszeiten während einer Teilzeitbeschäftigung wird um den auf die ruhegehaltsfähige Dienstzeit aus der Teilzeitbeschäftigung entfallenden Ruhegehaltsbetrag gemindert (Auffüllfunktion).
Durch den Kindererziehungszuschlag darf der Betrag des Ruhegehalts nicht überschritten werden, der sich ergeben würde, wenn die dem Zuschlag zugrunde liegenden Zeiten in vollem Umfang als ruhegehaltsfähige Dienstzeit zu berücksichtigen wären.

Zusatzversorgung (Öffentlicher Dienst) und Elternzeit

Eine bestehende Pflichtversicherung wird nicht durch einer Elternzeit berührt. Umlagen können jedoch nicht entrichtet werden, da kein zusatzversorgungspflichtiges Entgelt erzielt wird. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine erziehungsgeldunschädliche Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit ausübten, waren bis zum 31.08.1994 vom Geltungsbereich der Manteltarifverträge ausgenommen und begründeten keine Versicherungspflicht.
Seit dem 01.09.1994 (Satzungsänderung) unterliegen erziehungsgeldunschädliche Teilzeitbeschäftigungen auch der Zusatzversorgungspflicht in der Zusatzversorgungskasse und es werden Umlagen entrichtet.