Gemeinde Hiddenhausen - - Elternzeit

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Rund um´s Kind in Hiddenhausen

Elternzeit2Elternzeit (Erziehungsurlaub)

Anspruch auf Elternzeit


Erwerbstätige Mütter und Väter, die ihr neugeborenes Kind selbst betreuen und erziehen, können bis zum Ende des 3. Lebensjahres des Kindes Elternzeit nehmen. Ein Anteil von bis zu 12 Monaten kann mit Zustimmung des/der Arbeitsgeber/s/in auf die Zeit bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes übertragen werden.

Mitteilung an den Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin


Die Elternzeit muss mindestens acht Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber bzw. bei der Arbeitgeberin schriftlich beantragt werden. Gleichzeitig mit der schriftlichen Anmeldung muss verbindlich festgelegt werden, für welche Zeiträume innerhalb von zwei Jahren die Elternzeit genommen wir. Die über den Zeitraum von zwei Jahren hinausgehende Elternzeit, die mit Zustimmung des Arbeitsgebers bzw. der Arbeitgeberin noch bis zum achten Geburtstag des Kindes genommen werden kann, muss acht Wochen vor Beginn verbindlich festgelegt werden.

Teilzeitarbeit

Wenn Sie Interesse an einer Teilzeittätigkeit während der Elternzeit haben, sollten Sie dieses Ihrem Arbeitgeber bzw. Ihrer Arbeitgeberin möglichst frühzeitig – z. B. in Ihrer Mitteilung über die Elternzeit mindestens acht Wochen vorher schriftlich mitteilen. Unter bestimmten Vorraussetzung kann die Verringerung der Arbeitszeit in der Elternzeit vom Arbeitgeber, der Arbeitgeberin abgelehnt werden.
Nach der Elternzeit besteht das Recht auf Rückkehr zu der Arbeitszeit, die vor Beginn der Elternzeit galt.

Elternzeit aufteilen

Die Elternzeit kann, auch anteilig, von jedem Elternteil allein oder von beiden Eltern gemeinsam genommen werden. Väter können die Elternzeit bereits während der Mutterschutzfrist für die Mutter beginnen. Diese Mutterschutzfrist wird dann aber auf die mögliche dreijährige Gesamtdauer der Elterzeit angerechnet.

Beschäftigungs- und Arbeitszeitgarantie

Wichtig: Nach Beendigung der Elternzeit haben Sie keinen Anspruch auf Ihren bisherigen Arbeitsplatz, sondern ausschließlich auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz in demselben Betrieb und auf die Arbeitszeit, die vor Beginn der Elternzeit galt.

Erwerbstätigkeit während der Elternzeit

Während der Elternzeit ist eine Erwerbstätigkeit bis zu 30 Stunden wöchentlich zulässig. Sind beide Eltern gemeinsam in der Elternzeit, können beide eine Erwerbstätigkeit von jeweils bis zu 30 Wochenstunden ausüben. Wenn der/die ArbeitgeberIn einverstanden ist, kann auch bei eine/r/m anderen ArbeitgeberIn oder als Selbstständige/r Teilzeitarbeit bis zu 30 Stunden wöchentlich geleistet werden.

Erholungsurlaub

Ihr Anspruch auf Erholungsurlaub wird von der Elternzeit zunächst nicht berührt. Der Erholungsurlaub kann zusätzlich – vor oder im Anschluss an die Elternzeit – angetreten werden. Haben Sie den zustehenden Urlaub nicht vollständig erhalten, steht Ihnen der Resturlaub nach der Elternzeit im laufenden und im nächsten Urlaubsjahr zu. Dies gilt selbst dann, wenn der Erholungsurlaub wegen der Elternzeit bis zum 31. März (öffentlicher Dienst: 30 April) des Folgejahres nicht mehr angetreten werden kann und damit eigentlich entfallen würde.

Kürzung des Erholungsurlaubes

Allerdings kann der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin Ihren Erholungsurlaub für jeden vollen Kalendermonat, für den Elternzeit genommen wird, um ein Zwölftel kürzen. Für angefangene Monate darf nicht gekürzt werden.

Gleichbehandlung

Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin darf dabei aber nicht willkürlich handeln. Wird im Betrieb die Kürzung mehrfach unterlassen oder nicht vollständig vorgenommen, können Sie unter Hinweis auf den Gleichbehandlungsgrundsatz eine entsprechende Regelung verlangen.
Wenn Sie während der Elternzeit aber teilzeitbeschäftigt sind, ist jede Kürzung des Erholungsurlaubes ausgeschlossen.
Bei Beurlaubung oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses muss der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin den noch nicht gewährten Urlaub auszahlen.
Bei voller Inanspruchnahme der Elternzeit (drei Jahre) ist es ratsam, mindestens einen Tag, besser zwei oder drei Tage Resterholungsurlaub aufzusparen, damit ein eventuell sich anschließender Sonderurlaub (Beurlaubung aus familiären Gründen) nicht zu einer Verkürzung der gesamtversorgungsfähigen Zeit in der Zusatzversorgung (Öffentlicher Dienst) führt. Bei mehr als drei Jahren Unterbrechung durch Elternzeit und sofort danach einsetzender Beurlaubung (ohne einige Arbeits- bzw. Resterholungstage dazwischen) erfolgt eine Minderung der anrechnungsfähigen Zeit.

Kündigungsschutz

Während der gesamten Dauer der Elternzeit besteht grundsätzlich Kündigungsschutz. Dieser Schutz gilt für die Mütter und Väter gleichermaßen. Er gilt auch für diejenigen, die während der Elternzeit eine zulässige Teilzeitarbeit bei ihrem Arbeitgeber bzw. ihrer Arbeitgeberin ausüben bzw. ihre bisherige Teilzeitarbeit bis zu diesem Zeitumfang fortsetzen. Wechsel sich die Eltern bei der Elternzeit ab, so gilt der Kündigungsschutz für den Elternteil, der sich gerade in der Elternzeit befindet. Nehmen die Eltern für bestimmte Zeitabschnitte gemeinsam Elternzeit, so gilt in dieser Zeit für beide auch der Kündigungsschutz.
Auch eine Kündigung während der Elternzeit, die erst nach dessen Ablauf wirksam werden soll, ist nicht zulässig. Erst nach Beendigung der Elternzeit ist eine Kündigung – und dann nur mit den gesetzlichen oder vereinbarten Fristen – möglich.

Kündigung auf eigenen Wunsch

Wenn Sie selbst Ihr Arbeitsverhältnis zum Ende der Elternzeit kündigen wollen, müssen Sie eine Sonderkündigungsfrist von drei Monaten einhalten. Diese Kündigung kann mündlich oder schriftlich mitgeteilt werden.


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