Gemeinde Hiddenhausen - - Stillzeit

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Rund um´s Kind in Hiddenhausen

Mutterschutz_Familie

Stillzeit

Freistellung von der Arbeit

Wenn Sie nach der Mutterschutzfrist oder in der Elternzeit die Arbeit wieder aufnehmen, Ihr Kind aber noch stillen wollen, können Sie Freistellung von der Arbeit für die zum Stillen erforderliche Zeit verlangen. Während der Stillzeit ist das Arbeitsentgelt fortzuzahlen. Dieser Anspruch besteht selbstverständlich auch, wenn der Vater im Rahmen seiner Elternzeit das Kind betreut. Die Stillzeit darf nicht von der Mutter vor- oder nachgearbeitet werden und nicht auf festgesetzte Ruhepausen angerechnet werden.

Anspruch geltend machen

Die Freistellung muss bei Ihrem Arbeitgeber bzw. Ihrer Arbeitgeberin beantragt werden. Besteht er bzw. sie auf einen Nachweis, muss das Stillen durch eine Bescheinigung einer Ärztin, eines Arztes oder der Hebamme attestiert werden. Sofern das Kind zu einer bestimmten Zeit gestillt werden muss, sollte auch dies, um Streitigkeiten über den Zeitpunkt der Freistellung vorzubeugen, in das Attest aufgenommen werden. Die Kosten des Attestes muss der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin tragen.

Stillen bis zu welchem Alter?

Der Anspruch auf Stillzeit ist nicht an ein bestimmtes Alter des Kindes gebunden; es ist vielmehr davon abhängig, bis wann das Kind hauptsächlich mit Muttermilch ernährt wird. Bis zum 1. Lebensjahr des Kindes werden Stillzeiten deshalb auch als unproblematisch angesehen. Sie sind aber durchaus auch noch danach denkbar, wenn die Mutter diese Ernährungsweise dann noch für notwendig hält.

Mindestzeiten

Anspruch besteht auf die erforderliche Stillzeit einschließlich der Fahrzeiten, zumindest aber auf zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal eine Stunde. Werden mehr als acht Stunden zusammenhängend gearbeitet, erhöht sich die Mindestzeit auf zweimal 45 Minuten oder einmal 90 Minuten.
Auch als Teilzeitbeschäftigte haben Sie einen Freistellungsanspruch, wenn das Stillen während der Arbeitszeit erforderlich ist.

Mehr als die gesetzlichen Mindestzeiten

Eine Überschreitung der gesetzlichen Mindestzeiten ist möglich, wenn das Kind zu einer bestimmten Zeit gestillt werden muss. Allerdings sind die Stillzeiten durch „organisatorische Maßnahmen“ (z. B. Stillen unmittelbar vor oder nach der Arbeit) gering zu halten. Es empfiehlt sich deshalb, die Mindestzeiten als Richtschnur zu nehmen und bei einem erheblich größeren Zeitaufwand mit Hilfe eines ärztlichen Attestes die Notwendigkeit und den zeitlichen Umfang des Stillens zu belegen.
Verweigert ein Betrieb die erforderlichen Stillzeiten, dann sollten Sie sich an das zuständige Gewerbeaufsichtsamt wenden. Die Behörde kann im Einzelfall Zahl und Dauer der Stillzeit festlegen oder die Einrichtung von Stillräumen vorschreiben.

Beschäftigungsverbote

Für stillende Frauen gelten im wesentlichen die gleichen Beschäftigungsverbote wie für Schwangere.